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SIZILIEN IN SCHWARZ-WEISS

  • Autorenbild: Ulrike Rios
    Ulrike Rios
  • 12. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 13. März

Ich bin ein großer Freund der Farbfotografie. Schwarz-Weiß-Bilder waren bisher keine Option für mich. Doch darf ich diese Meinung natürlich auch mal ändern.


Ich war neulich auf der Suche nach passenden Wandbildern für meine Wohnung. Vor über einem Jahr bin ich hier eingezogen, und es hängt noch kein einziges Bild an der Wand.


So machte ich mich auf die Suche nach Inspiration und landete schließlich in der Bildabteilung eines skandinavischen Möbelhauses (ja, das gibt’s auch auf Sizilien). Und was sehe ich? Wunderschöne Aufnahmen sizilianischer Sehenswürdigkeiten, alle in edlem Schwarz-Weiß, mit schwarzem Rahmen und weißem Passpartout. Oh, das gefiel mir sehr. Und die gezeigten Orte kannte ich alle, habe sie selbst schon besucht und fotografiert. Prinzipiell brauchte ich also nur durch meine Fotogalerie zu scrollen und nach ähnlichen Aufnahmen suchen.


Gesagt, getan. Mittlerweile hängen die ersten gerahmten Bilder an der Wand, und ich entdecke den Zauber des Farblosen. Sizilien in Schwarz-Weiß verliert keinen Deut an Magie. Ganz im Gegenteil.





Landschaft in schwarz-weiss mit dem Vulkan Ätna im Hintergund
Spazierweg mit Blick auf den Vulkan

Dieses Bild begleitet mich auf meinen Spaziergängen rund um mein Dorf. Je nach Tageszeit variiert das Wolkenspiel am Himmel und je nach Jahreszeit ändert sich die Vegetation am Wegesrand.





Oldtimer Bus vor Gemüsestand, ein barockes Gebäude mit kunstvollem Tor
Gemüseladen in meinem Dorf

Was ich u. a. an Sizilien liebe, sind die vielen kleinen Läden: Der Obst-und Gemüseladen, der Bäcker, der Metzger, das Eisenwarengeschäft ... Einkaufen wird wieder zum Erlebnis. Besonders fotogen finde ich diesen kleinen Gemüsemarkt in meinem Dorf. Das alte Auto, die Fassade mit der barocken Tür und die Gemüseauslage bilden ein hübsches, idyllisches Bild-Ensemble.





Geometrie, Treppenstufen in Palermo
Postgebäude Palermo

Geometrische Formen üben eine gewisse Faszination auf mich aus. Die Treppen und die mächtigen Säulen gehören zum Postgebäude in der Via Roma in Palermo. Der imposante Bau stammt aus den 1930er Jahren.





Cappucchino und Süßigkeit
Frühstück in Noto

Das Bild entstand auf einer Reise entlang der Ostküste mit Übernachtung im wunderschönen barocken Noto. Frühstück wurde im Freien serviert. Die schöne Gasse mit ihren barocken Fassaden kreierte eine traumhafte Kulisse. Das Gebäck im Bild ist der Cannolo, eine frittierte Teigrolle, gefüllt mit süßer Ricottacreme.





Kirchenkuppel und Wolkenhimmel
Blick über Catania

Ich liebe den Blick von oben über eine Stadt. Dieser Aussichtspunkt über Catania auf den Dom und die Sant'Agata-Kathedrale ist für mich der schönsten in Catania.





Café Nostalgie, Café im 60er Jahre Stil
Cafè Nostalgie

Vielerorts auf Sizilien scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Im Charme der 60er Jahre genießt man hier hervorragendes Gebäck und guten Kaffee.





Kinder und soziale Medien
Palermo Kids

Hier wiederum ist die Zeit wohl nicht stehen geblieben, denn ganz offensichtlich übt das Smartphone auch bei diesen Kids eine große Faszination aus. Es dauerte einen Moment bis sie bemerkten, dass wir sie beobachteten.





zwei Männer unter einem Torbogen
Licht und Schatten

Es ist ein warmer Wintertag in Palazzolo Acreide. Die beiden Herren genießen die Sonne in diesem schönen Bogengang. Sie sind damit einverstanden, von mir fotografiert zu werden.





Kirchenportal
Der Dom von Messina

1908 wurde die Stadt Messina von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht. Fast 90 Prozent aller Gebäude wurden zerstört. Im frühen 20. Jahrhundert wurde die Stadt mit breiten Straßen und Plätzen wieder aufgebaut. Daher unterscheidet sich Messina sehr von seinen sizilianischen Schwestern Palermo, Catania oder Syrakus. Ein Besuch lohnt dennoch, oder gerade deswegen, sehr.





Wandbilder als Mahnmal
Die Ruinen von Montevago

Auch im Jahre 1968 erschütterte ein großes Erdeben den Westen der Insel. Viele Dörfer, darunter Montevago, wurden vollständig zerstört. Künstler und Einheimische errichteten ein kleines Museum als Mahnmal. Es zeigt zeitgenössische Kunst, Alltagsgegenstände und Relikte aus dem alten Dorf, um die Geschichte lebendig zu machen und um das Trauma und die Resilienz der Gemeinschaft widerzuspiegeln.





Sonnenhut auf Beton
Cretto di Burri

Auch das Dorf Gibellina wurde 1968 von dem großen Erdbeben heimgesucht. Der Künstler Alberto Burri schuf an der Stelle des zerstörten Dorfes ein Landschaftskunstwerk. Es besteht aus einer weißen Betondecke mit tiefen Rissen, die den Verlauf der ehemaligen Straßen nachbilden. Das Dorf Gibellina wurde einige Kilometer weiter neu errichtet.





Straßencafé mit Sonnenschirmen
Sommer Feeling

In Catania gibt es viele einladende Bars und Cafés. An warmen Sommertagen sitzt man hier wunderbar bei einem erfrischenden Getränk. Die Lage inmitten schattenspendender Bäume und blühender Bougainvilleen sowie der charmante Mix aus Flohmarkt-Tischen und -Stühlen verleihen dieser Bar einen unwiderstehlichen, fotogenen Charme.





Pasticcerie Gelateria Tavola Calda
Brucoli

Auf den ersten Blick wirkt der Ort nicht sehr einladend, doch das täuscht. Der kleine Fischerort liegt idyllisch am Meer. Kristallklares Wasser, einer kleiner Hafen und einige sehr gute Fischrestaurants zeichnet ihn als Sizilien Geheimtipp aus.





Treppe von oben
Step by Step

Noto ist die barocke Perle Siziliens und Highlight einer Sizilienreise. Die prachtvolle Architektur lädt ein zum fotografischen Spiel mit Perspektive und Detail. Im Anschluss an deine Fototour kannst du auf den Treppenstufen des Dom ausruhen und die entspannte Stimmung genießen.





Berge mit Kühen und Blumen in Sizilien
Blumenwiese

Ehrlich gesagt, das Bild ist in Farbe schöner, doch zeigt es eine Landschaft, die die Wenigsten mit Sizilien verbinden. Gerade im Frühjahr ist die Insel grün und bunt. Die schönste Reisezeit ist meiner Meinung nach der April und Mai. Schau dir auch das Bild in Farbe an.


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