DOLCE AMALFIKÜSTE
- Ulrike Rios

- 12. Jan.
- 4 Min. Lesezeit

Eine Fotoreise im November
Die Amalfiküste ist ein Ort, den jeder einmal bereisen möchte. Zwischen Ostern und Ende Oktober jedoch sind die Straßen, die Boote und die beliebten Ausflugsziele wie Amalfi, Ravello und Positano mit Besuchern überfüllt. An Ruhe und Dolce-Vita-Feeling ist in dieser Zeit nicht zu denken.
Das ändert sich schlagartig Ende Oktober: Der Touristenstrom versiegt, Hotels und Restaurants schließen. Die Amalfiküste kommt zur Ruhe. Die Bewohner sind gelassener und die Orte ursprünglicher, mit goldenem Licht über pittoreskter Küste und blauem Meer.
Es ist meine Premiere: Meine erste Gruppenreise an diesen Küstenstreifen. Ich spüre leichte Aufregung, denn es gibt mehr zu organisieren als auf anderen Touren: Klappen die Transfer-Fahrten, die Kofferabgabe im Hotel? Fahren Boote und Busse im gewünschten Zeitraum und sind am Abend noch ausreichend Restaurants geöffnet?
Doch die Tage hätten nicht besser verlaufen können. Mit unserer harmonischen Gruppe erkunden wir Ravello's herrliche Villen, das malerische Positano, das legendäre Amalfi und das bunte Vietri sul Mare. Jeder Ort ist einzigartig und unverwechselbar. Die warme Herbstsonne und die gute Stimmung machen die Tage unvergesslich.
Die Bilder in diesem Beitrag sind von Ralf Bechinger @lagoconstanza und @lago_people, Matthias Hand @matthiashand und matthiashand-photography.com, Jasmin und mir. Hinzu kommen die Smartphone-Momentaufnahmen, die wir im Laufe der Tage in unsere Whats-App-Gruppe hochgeladen haben.
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VON NEAPEL NACH RAVELLO
Ich erhalte einen Anruf von der Rezeption unseres Hotel: "Ihr Fahrer ist eingetroffen". Wir nehmen unser Gepäck und gehen nach draußen. An diesem Spätsommertag strahlt das Laub der Bäume vor dem ehemaligen Kloster in goldenem Licht. Dahinter glitzert der blaue Horizont des Meeres. Unser Fahrer Gennaro empfängt uns herzlich. Die Koffer werden verladen und los geht die Fahrt. Zuerst hinaus aus dem Getümmel Neapels durch schmale Straßen bergab zum Hafen. Der Weg hinaus aus der Stadt führt an der Küste entlang. Dann nimmt Gennareo den Weg über die Berge zu unserem ersten Ziel. Auf der Fahrt erzählt er Geschichten aus seinem Leben. Wir lachen. Immer wieder eröffnen sich atemberaubende Ausblicke auf Neapel, den Golf und den Vesuv. Nach einer knappen Stunde Fahrt erreichen wir unser Ziel Ravello, berühmt für seine herrlichen Villen und die exponierte Lage hoch über dem Meer.


Smartphone-Galerie - Ravello

POSITANO
Kaum ein anderer Ort erfüllt so sehr das Klischee der Amalfiküste wie das malerische Positano. Hier ist alles perfekt inszeniert. Wir erreichen Positano mit dem Boot und gehen vom Hafen hinauf zum Hauptplatz an der Kirche Santa Maria Assunta und weiter zum schönen Aussichtspunkt im oberen Teil des Städtchens. Dort fällt das Verweilen leicht und wir probieren das berümte Zitronensorbet, das an diesem sonnigen Tag nirgendwo besser schmecken könnte.
Nächster Stop ist unser Restaurant auf der anderen Seite der Stadt. Auf der Sonnenterrasse genießen wir Salat, Pasta und frischen Fisch, begleitet vom grandiosen Blick auf das bunte Positano und die blaue Bucht. Perfektes Timing, denn Gennaro steht bereits bereit, um uns nach dem Essen zurück ins Hotel zu bringen. Entlang der engen Küstenstraße fahren wir vorbei an Praiano, am Fiordo di Furore und an der Villa von Sofia Loren.

Smartphone-Galerie - Positano


AMALFI
Gleich am Morgen nehmen wir das Fährboot entlang des schönen Küstenstreifens bis in den Hafen von Amalfi. Das Städtchen ist am Erwachen. Wir haben Lust auf ein zweites Frühstück im Café und haben dabei freien Blick auf die Kathedrale und die um diese Zeit noch menschenleere Treppe hinauf zum Dom. Es ist ein Blick mit Seltenheitswert, doch zu früher Stunde möglich. Es folgt die Besichtigung des beeindruckenden Sakralbaus und im Anschluss ein Spaziergang durch die vielen verwinkelten Gassen und etwas Shopping. Außerdem können wir auf ein weiteres Zitronen-Sorbet nicht verzichten.

Smartphone-Galerie - Amalfi

Fotos: Matthias Hand

MAIORI
Unsere Unterkunft befindet sich in Maiori, nur wenige vom Meer entfernt. Anders als Amalfi oder Positano verfügt Maiori über eine breite, elegante Promenade. Schnell ist man am Meer, um bei Sonnenauf- oder untergang stimmungsvolle Bilder einzufangen. Und selbst bei einem Regenschauer zaubert die Küste Bildmotive mit satten Farben.





VIETRI SUL MARE
Der letzte Tag führt nach Vietri sul Mare. Der Ort ist das Herz der Keramikkunst an der Amalfiküste. Die zahlreichen Geschäfte laden zum Eintreten und zum Bestaunen der vielen handgefertigten Objekte ein: Teller, Schalen, Vasen, Fliesen, ... und vor allem die Eselsfigur findet sich in allerlei Varianten. Bis heute spielt der Esel an der Küste eine zentrale Rolle als traditionelles Transporttier und ist so zum kulturellen Symbol geworden.
Ein Highlight der Stadt ist die Villa Comunale. Die Wege des Parks schmücken bunte Majolika-Fliesen. Vom Park eröffnet sich dem Besucher ein herrlicher Blick auf das Meer und den nahe gelegenen Hafen von Salerno.

Smartphone-Galerie - Vietri sul Mare

NEAPEL
Pünktlich erscheint Gennaro's schwarzer Taxi-Bus am vereinbarten Treffpunkt in Vietri, um uns zurück nach Neapel zu bringen. Der letzte Abend gehört der chaotisch charmanten Stadt am Vesuv. Wir beziehen unsere Zimmer in der Altstadt und starten zu einem Bummel. Wir kämpfen uns durch das Getümmel der Krippenstrasse San Gregorio Armeno, wo das Weihnachtsgeschäft bereits auf Hochtouren läuft. An der Piazza Bellini legen wir einen Aperitivo-Stopp ein, bevor es zum Abendessen ins traditionsreiche Bellini-Restaurant geht. Es gibt Linguine mit Fisch und Meeresfrüchten für alle - ein Gaumenschmaus! Und der zusätzlich perfekte und unterhaltsame Service machen den Abend unvergesslich.


Smartphone-Galerie - Neapel



















































































































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