• Ulrike Rios

PALERMO VON OBEN

Aktualisiert: 6. März



Auf Reisen liebe ich den Blick von oben über die Dächer einer Stadt. Ich suche diese Orte gezielt, überall, wo ich bin. Ich verweile dort gerne und lasse meinem Blick und meinen Gedanken freien Lauf. Und das Ganze am besten mit einem Aperitivo bei einem der vielen schönen Sonnenuntergänge, die mir in dieser luftigen Perspektive oft den Atem rauben. In keiner anderen Stadt habe ich bislang so viele schöne wie eindrucksvollen Aussichtspunkte entdeckt wie in Palermo, der Hauptstadt Siziliens. Sechs dieser schönen Aussichtspunkte stelle ich dir hier vor.






 


Über eine kleine Wendeltreppe hinauf auf das Dach der Kathedrale

Die Kathedrale von Palermo ist ein architektonisches Highlight, das 1185 eingeweiht wurde. Das Gebäude ist zweifellos eines der Dinge, die du in Palermo sehen solltest. Von außen eine Augenweide, von innen, im Vergleich zu den vielen anderen Kirchen Palermos, ist die Kathedrale eher weniger spektakulär. Doch neben der Besichtigung der Gräber von u. a. Heinrich VI (der von 1189 bis 1197 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und Vater des großen Friedrich II war) und von Roger II (dem ersten König Siziliens, der 1154 starb und Großvater Friedrich II war) hast du seit einiger Zeit die Möglichkeit, das Dach der Kirche über eine schmale Wendeltreppe zu besteigen. Von dort bist du nicht nur dem Glockenturm ganz nah, sondern hast freien Blick zu beiden Seiten der Stadt.

Der Zugang zum Dach wird für Menschen mit Klaustrophobie nicht empfohlen.






 


Der Klosterkomplex der Heiligen Katharina von Alexandrien

Bis 2014 lebten und wirkten in diesem Kloster die Nonnen des Dominikaner-Ordens. Heute ist das Kloster der Öffentlichkeit zugänglich. Die Kirche ist zweifelsohne eine der Schönsten Palermos und von den Terrassen des Klosters hast du eine privilegierte Aussicht auf zwei Highlights der Stadt: den Pretoria-Brunnen und die Piazza Bellini.

Bis 1866 waren die Terrassen mit Gittern abgedeckte Loggien, durch die die Nonnen des Klosters nur sporadisch auf die Stadt blicken und das Treiben außerhalb der Klostermauern beobachten konnten. Über zwei Ausgänge erreichst du die Terrassen und kannst heute die Stadt in alle Richtungen überschauen.

Bei deinem Besuch des Klosters werfe ebenfalls auch einen Blick in die alten Klosterräume und besuche unbedingt die Kloster-Konditorei. Dort gibt es, nach Aussage der Palermitaner, die besten Süßspeisen der Stadt.







 


Der geheimste Aussichtspunkt auf Palermo

Wer genügend Zeit für Palermo mitbringt, sollte dem Palazzo Butera aus dem 17. Jahrhundert einen Besuch abstatten. Er beherbergt Kunstgegenstände und herrliche, mit Fresken geschmückte Räume. Nimm den Fahrstuhl in den zweiten Stock und dann die Wendeltreppe hinauf auf das Dach. Dort befindet sich eine kleine Terrasse mit einem 360-Grad-Blick auf den Hafen, den Monte Pellegrino, das Meer und die Stadt.







 



Blick von der Steinbogen-Kuppel der Kirche S. Salvatore

Einen der schönsten Aussichtspunkte auf Palermo hast du von der Kuppel der Kirche Santissimo Salvatore. Bequeme Treppen führen hinauf zur Steinbogen-Kuppel mit einem Rundum-Blick auf die Stadt und mit besonders schöner Sicht auf die nahe gelegene Kathedrale. Ein Blick in den runden Kircheninnenraum lohnt ebenfalls. Die Kirche, im Stil des sizilianischen Barocks, mit zahlreichen Marmor- und Stuckarbeiten, wird heute hauptsächlich als Konzertsaal benutzt.







 



Aperitivo auf der Terrasse des Rinascente-Einkaufszentrum

In dem modernen Gebäude an der Piazza San Domenico vermutet man eher keine Besonderheit. Doch das Rinascente hält gleich mehrere Überraschungen bereit: Die Aussichtsterrassen im 4. und 5. Stock, ein gutes Bistro im 4. und ein Restaurant in der 5. Etage. Von den Terrassen lasse deinen Blick über die Kirche San Domenico und den gleichnamigen Platz schweifen, über die Via Roma und den Eingang zum berühmten Vuccirìa-Markt.







 



Der ultimative Blick über Palermo

Einen Blick der ganz anderen Art auf Palermo hast du vom Berg Monte Pellegrino, dem Berg in dem am 15. Juli 1624 die Reliquien der Schutzpatronin von Palermo gefunden wurden und in der der Legende nach die 1130 geborene und 1166 jung verstorbene Adelige Rosalia als Einsiedlerin lebte. Alleine die Anfahrt mit dem Bus auf den Berg ist es Wert, diesen Ausflug zu unternehmen, denn der Blick auf die Stadt ist spektakulär. Oben angekommen erreichst du nach einem kurzen Spaziergang einen weiteren Aussichtspunkt und blickst von dort auf den hinteren Teil der Stadt, auf das Fußball-Stadium und die umliegenden Berge.

Natürlich kannst du den Monte Pellegrino auch zu Fuß erklimmen. Der gute, bepflasterte Serpentinen-Weg führt durch schöne Landschaften und gibt hier und da den Blick auf die Stadt frei.







 



Auch von den Kirchen Sant’Antonio Abate und San Giuseppe Caffasso genießt du Aussichten auf Teile Palermos. Den Turm von San Nicolò und die Porta Felice können nur zu besonderen Anlässen bestiegen werden. Und ebenso bieten einige Hotels und Restaurants atemberaubende Panoramablicke auf die Stadt.


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